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Baureifes Land
Flächen mit dieser Zustandsstufe sind nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften unmittelbar baulich nutzbar. Die grundstücksbezogenen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, das heißt, die Bodenordnung muss abgeschlossen und die Erschließung gesichert - aber noch nicht endgültig fertig gestellt - sein. Die für die Wertqualitätsstufe baureifes Land erforderlichen Bedingungen sind alle grundstücksbezogen. Die Daten werden vom BBSR als Mieten für freifinanzierte Wohnungen ohne die großen Geschosswohnungsbestände interpretiert.
Kaufwerte für baureifes Land
(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)
Durchschnittliche Kaufpreise für Grundstücke je Gebietseinheit. Die Werte stammen aus der Statistik der Kaufwerte für Bauland.
Bodenrichtwerte (BoRiWe)
Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens (EUR/m²) für eine Mehrzahl von Grundstücken (Bodenrichtwertzone), für die im Wesentlichen gleiche Nutzungs- und Wertverhältnisse vorliegen. Abweichungen eines einzelnen Grundstückes von dem Richtwertgrundstück hinsichtlich der Eigenschaften - wie Erschließungszustand, spezielle Lage, Art und Maß der baulichen Nutzung, landwirtschaftliche Nutzungsart, Bodenbeschaffenheit, Grundstücksgestalt usw. bewirken in der Regel entsprechende Abweichungen seines Wertes vom Bodenrichtwert. Diese Abweichungen können im Einzelfall nur über die Ermittlung des Verkehrswertes des betreffenden Grundstückes berücksichtigt werden. Die Bodenrichtwerte werden in Rheinland-Pfalz für Bauflächen und land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte auf der Grundlage der Kaufpreissammlung zum Stichtag 31.12. alle zwei Jahre ermittelt.
Kaufpreise für Baugrundstücke - mittlere Lage
(Quelle: IVD-Preisspiegel)
Bei den vom IVD veröffentlichten Preisen handelt es sich nicht um Mittelwerte, sondern um Schwerpunktpreise; also den Betrag, zu dem die meisten Grundstücke verkauft werden.
Durchschnittl. Nettokaltmiete / Angebotsmiete (BBSR)
Die Auswertung des BBSR basiert auf Annoncen aus Tageszeitungen und Internetplattformen. Es ist zu beachten, dass es sich um Angebotsmieten handelt und die Ergebnisse im ländlichen Raum auf vergleichsweise kleinen Stichproben beruhen. Die tatsächlichen Mietabschlüsse können etwas niedriger ausfallen. Da nicht alle Bestände gleichermaßen in den Annoncen repräsentiert sind, sollen die Daten als Nettokaltmieten für freifinanzierte Wohnungen interprtiert werden (ohne die großen Geschosswohnungsbestände).
Wohnungsmieten/ Kaufpreise für Immobilien (Quelle: IVD-Preisspiegel)
Bei den vom IVD veröffentlichten Preisen handelt es sich nicht um Mittelwerte, son-dern um Schwerpunktpreise. Dies bedeutet: Liegt beispielsweise die Spanne für Wohnungsmieten zwischen 3,50 und 5,50 Euro pro Quadratmeter, so würde als Mit-telwert 4,50 Euro angegeben werden. Der Schwerpunktpreis dagegen, also der Be-trag, zu dem die meisten Wohnungen vermietet werden, könnte jedoch ebensogut bei vier bzw. fünf Euro liegen (oder jedem anderen Wert innerhalb der angegebenen Spanne).
Wohnwert
Der Wohnwert einer Immobilie setzt sich aus den beiden Faktoren Lage und Qualität zusammen.
Lagebewertung
Die Lage eines Objektes berücksichtigt die Struktur der Bebauung, die Erreichbarkeit per Straße und öffentlichem Personennahverkehr sowie die Versorgung mit Einrichtungen wie Läden, Kindergärten, Arztpraxen und Schulen. Beeinträchtigt wird die Lage durch Verkehrslärm, Industrie-Emmissionen etc..
Qualitätsbewertung
Die Qualitätskomponente bezieht sich auf die architektonische Gestaltung und Ausstattung einer Immobilie (z.B. Aufzug, Balkon). Außerdem fließt darin ein, in-wieweit (bei Bestandsimmobilien) Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen wurden.
Mietwohnungen
Drei Zimmer, circa 70 Quadratmeter (ausgenommen öffentlich geförderter Wohnungsbau).
- Einfacher Wohnwert
z.B. WC in der Wohnung, mit einfachem Bad, heizbar, jedoch keine zentrale Heizungsanlage, Fenster mit Einfachverglasung, in wenig bevorzugter Wohnlage.
- Mittlerer Wohnwert
z.B. Bad und WC, Verbundglasfenster, Zentralheizung in gemischt bebauter Wohnlage mit normaler verkehrsmäßiger Erschließung und guter Bausub-stanz, ausgeglichene Bevölkerungsstruktur.
- Guter Wohnwert
z.B. modernes Bad, WC, Zentralheizung, Isolierverglasung, Balkon, gegebe-nenfalls Fahrstuhl, gute Wohnlage.
Eigenheime
(inklusive Garage und ortsüblich großem Grundstück)
- Einfacher Wohnwert
einfache Ausstattung, z.B. Siedlungshaus, Wohnfläche ca. 100 Quadratmeter.
- Mittlerer Wohnwert
Wohnlage mit ausgeglichener Bevölkerungsstruktur, Wohnfläche etwa 125 Quadratmeter, Zentralheizung, Bad, WC.
- Guter Wohnwert
Einfamilienhaus in guter Wohnlage (keine Prestige-Wohngegend). Gute Ausstattung und Bausubstanz, Bad, WC, Gäste-WC, Zentralheizung, Wohnfläche
ca.150 Quadratmeter.
- Sehr guter Wohnwert
erstklassige Wohnlage (Prestige-Wohngegend), erstklassige Ausstattung und Bausubstanz, etwa 200 Quadratmeter Wohnfläche.
Reihenhäuser
(Mittelhäuser ohne Garage)
Wohnwert siehe Eigenheime; Wohnfläche durchweg ca. 100 Quadratmeter.
Eigentumswohnungen
Drei-Zimmer-Wohnung, circa 70 Quadratmeter groß, ohne PKW-Stellplatz aus dem Bestand beziehungsweise Neubau-Erstbezug. Gleiche Lage- und Ausstat-tungskriterien wie bei Mietwohnungen. Nicht einbezogen sind Eigentumswohnungen in Prestige-Wohngegenden sowie Terrassen-Wohnungen. Preise für Steuermodelle (Bauherren- und Erwerbermodelle) werden nicht berücksichtigt.
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