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Bei dem System Wohnungsmarkt handelt es sich um ein komplexes Wirkungsgefüge verschiedener Teilbereiche bzw. Einflussfaktoren der Angebots- und Nachfrageseite.
Als wesentliche Determinanten auf der Nachfrageseite sind in erster Linie die demographische und wirtschaftliche Entwicklung zu nennen, wobei zwischen beiden Elementen eine enge Wechselbeziehung über die Migration besteht. Durch eine positive Wirtschaftsentwicklung einer Region und einen dadurch bedingten attraktiven Arbeitsmarkt werden junge Menschen angezogen, was zu Bevölkerungsgewinnen, sowie einer günstigen Altersstruktur führt. In Gebieten mit negativer Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung hingegen besteht die Gefahr einer Abwanderung junger Familien mit der Konsequenz einer überdurchschnittlichen Alterung.
Durch Rückkopplungseffekte unterliegen solche Prozesse einer gewissen Eigendynamik: So sind demographische Wachstumsregionen in der Regel auch wirtschaftlich interessant, führt doch der Kaufkraftzuwachs wiederum zu mehr Nachfrage und wirtschaftlicher Dynamik. Umgekehrt besteht in schrumpfenden bzw. stark alternden Regionen die Gefahr einer zunehmenden Verschlechterung der Wirtschaftssituation aufgrund des fehlenden demographischen Nachwuchspotentials auf dem Arbeitsmarkt und sinkender Kaufkraft.
Die Nachfrage nach Bauland und Wohnraum ist dabei nur indirekt von der Veränderung der Bevölkerungszahl und Altersstruktur abhängig. Entscheidend sind hier die Haushalte, welche als Käufer bzw. Endnutzer von Bauland und Immobilien auftreten. Anzahl, Größe, Struktur und Kaufkraft der Haushalte werden dabei neben Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung auch von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen beeinflusst. So kann eine zahlenmäßige Abnahme der Bevölkerung aufgrund niedriger Geburtenzahlen z.B. nicht automatisch mit sinkenden Haushaltszahlen und abnehmender Wohnungsnachfrage gleichgesetzt werden, da der Trend zu kleineren Haushalten weiterhin anhält und sich somit die Bevölkerung auf eine größere Zahl von Haushalten verteilt. Zudem ist der Wohnflächenkonsum der Haushalte als weitere Variable zu nennen, welcher wiederum von wirtschaftlicher Entwicklung, Kaufkraft sowie allgemeinen Konsummustern abhängt.
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